Schulpraktikum
Wertvolle Erfahrungen.
Zwischen Werkbank und Gruppenraum: Ein Rückblick auf die Praktikumswochen in Neuenhaus
Zwei Wochen lang blieb es in den Fluren der achten Hauptschulklassen und neunten Realschulklassen ungewohnt still. Der Grund: Unsere Schülerinnen und Schüler tauschten die Schulbank gegen Blaumann, Erzieherkittel oder Bürostuhl. In und rund um Neuenhaus erkundeten sie die Berufswelt und sammelten wertvolle Erfahrungen für ihre Zukunft.
Starke Partner und neue Wege: Ein großer Dank gilt den zahlreichen Betrieben, die unseren Schülerinnen und Schülern auch in diesem Jahr ihre Türen geöffnet haben. Dabei konnten wir uns auf unsere langjährigen Partner verlassen:
• Industrie & Handwerk: Firmen wie Neuenhauser, Anton Meyer und Glüpker boten spannende Einblicke in technische Berufe.
• Soziales: Die Kindergärten rund um Neuenhaus waren wie immer beliebte Anlaufstellen für alle, die gerne mit Menschen arbeiten.
Besonders erfreulich: In diesem Jahr konnten neue Betriebe als Anlaufstelle gewinnen, was das Spektrum der Wahlmöglichkeiten für die Jugendlichen noch einmal deutlich erweitert hat.
Besuch auf vier Pfoten: Schulhund Maya im Einsatz: Ein besonderes Highlight der diesjährigen Besuche war die Begleitung durch unsere Schulhündin Maya. Sie ließ es sich nicht nehmen, einige Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen direkt an ihren Arbeitsplätzen zu besuchen. Ob in der Werkstatt oder im Büro – Mayas Erscheinen sorgte überall für strahlende Gesichter.
Ein Weg mit Höhen und Tiefen: Dass Praktika ein essenzieller Bestandteil der Schullaufbahn sind, hat sich auch dieses Mal wieder bestätigt. Ein Neuntklässler fasste es treffend zusammen: „Es ist schon ein Unterschied, ob man in der Schule sitzt oder acht Stunden im Betrieb anpackt. Man lernt eine ganz andere Art von Verantwortung kennen.“
Dabei verlief die Zeit nicht für jeden immer nur reibungslos. Ein Praktikum bedeutet auch, sich auf völlig neue Strukturen einzulassen, was eine Herausforderung für die persönliche Belastbarkeit darstellen kann. Wir haben gesehen, dass dieser Weg sowohl Höhen als auch Tiefen bereithält. In Einzelfällen stießen Schüler an ihre persönlichen Grenzen. Wenn eine Zusammenarbeit vorzeitig beendet werden muss, ist das im ersten Moment enttäuschend, doch auch solche Erfahrungen sind lehrreich: Sie zeigen auf, dass ein Arbeitsverhältnis auf gegenseitigem Respekt und Verlässlichkeit basiert. Wer hier an seine Grenzen stößt, erhält die Chance, an seiner professionellen Haltung zu arbeiten.
Wachstum durch Erfahrung: Fähigkeiten entdecken: Ein Praktikum ist weit mehr als nur das Kennenlernen eines Berufsfeldes. Es ist ein Raum, in dem bestehende Fähigkeiten und Interessen wachsen können.
• Talente schärfen: „Ich wusste gar nicht, dass ich so ruhig bleiben kann, wenn es im Kindergarten mal stressig wird“, berichtete eine Schülerin der achten Klasse stolz.
• Soziale Kompetenz: Die Kommunikation mit Kunden oder Kollegen fördert das Selbstbewusstsein. Ein Schüler bemerkte: „Am Anfang war ich schüchtern, aber nach drei Tagen war es ganz normal, die Kollegen um Rat zu fragen.“
• Interessen prüfen: Oft entdecken Schüler im Praktikum eine Leidenschaft, von der sie vorher gar nichts wussten – oder sie merken rechtzeitig, dass ein vermeintlicher Traumberuf vielleicht doch nicht zu ihnen passt.
Wir sind stolz auf die Mehrheit unserer Schülerinnen und Schüler, die sich mit großem Engagement präsentiert haben, und bedanken uns bei allen Betrieben in Neuenhaus für die Geduld und die investierte Zeit in unsere Fachkräfte von morgen!






